BARRIEREFREIHEIT

Kochen ohne Grenzen
Aktionsradius ist das Stichwort, wenn es um eine barrierefreie Küche geht. Das Maß bei der Küchenplanung ist immer der Mensch, der sich dort bewegen muss. Er sollte in die Planung unbedingt mit einbezogen werden, um alle Elemente auf seine individuellen Bedürfnisse abzustimmen.

Große Bewegungsflächen sorgen für ungehindertes navigieren mit Gehhilfen oder Rollstuhl. Die ideale barrierefreie Küche sieht vor, dass ein Mensch mit Handicap möglichst alle Arbeitsbereiche und Stauräume erreichen und Elektrogeräte selbstständig bedienen kann. Dazu werden die Küchenmöbel so angeordnet, dass ein optimaler Aktionsradius geschaffen wird.

Folgende Punkte sollten für die Barrierefreieit beachtet werden:

  • Alle Arbeitsflächen und die Kochstelle sollten unterfahrbar sein und genug Beinfreiheit bieten.
  • Die Höhe der Arbeitsflächen muss auf die Körperhöhe der betroffenen Person abgestimmt werden. Hierfür bieten sich am besten manuell oder elektromotorisch verstellbare Arbeitsplatten an.
  • Optimal für die Erreichbarkeit wäre eine Anordnung von Arbeitsbereich, Kochstelle und Spüle „über Eck“.
  • Steckdosen und Lichtschalter werden am besten in die Blende unterhalb der Arbeitsplatte integriert.
  • Statt Türen sollten Schubladen und Auszüge verwendet werden.
  • Flexible Rollcontainer können Unterschränke ersetzen.
  • Ein langer Brauseschlauch sowie eine Einhebel-Mischbatterie mit Temperaturanzeige sind große Hilfen in der Spüle.

 

  • Dunstabzugshauben, die sich per Fernsteuerung bedienen lassen.
  • Der Bodenbelag in der Küche sollte rollstuhlgeeignet, rutschfest sowie antistatisch sein.
  • Sicherheitsfaktoren wie abgerundete Kanten der Oberflächen, Induktionskochfeld für geringeres Brandrisiko und ein Handlauf zur Reduzierung der Sturzgefahr.
  • Alle Elektrogeräte sollten sich auf Höhe des persönlichen Zugriffsbereiches befinden z. B. sollte die Bedienung des Backofens sowie das Ein- und Ausräumen des Geschirrspülers bequem im Sitzen erledigt werden können.