ENERGIEBERATER

Da geht Ihnen ein Licht auf
In der Küche gilt ganz wesentlich: Strom und Wasser zu sparen schont Ihren Geldbeutel. Während die neue Generation an Küchengeräten immer energiesparender wird, bleibt der wichtigste Faktor immer noch der Mensch hinter den Töpfen. Hier gibt es ein paar wertvolle Tipps wie Sie die richtigen Geräte wählen und z. B. durch cleveres Kochen bis zu 40% an Ressourcen zusätzlich einsparen können.

Was bedeuten die Energiesiegel?
Das laut EU-Verordnung verpflichtende Energiesiegel gibt Ihnen auf einen schnellen ersten Blick schon die wichtigsten Informationen preis. Je höher der vergebene Buchstabe mit Pluszeichen, desto besser für die Umwelt und die Ressourcenersparnis. Die Ressourcenangaben sind gerätespezifisch, so benutzt z. B. ein Kühlschrank oder Herd lediglich Strom, während hingegen bei einer Spülmaschine auch der Wasserverbrauch auf dem Siegel mit angeführt wird. Meist werden heutzutage nur noch die Buchstaben A, A+ A++, A+++, bzw. A-10%, A-20%, A-30% vergeben. Doch was heißen sie genau? Auch wenn zunächst keine großen Unterschiede erkennbar sind, die Einsparungen bei den Kosten zeigen schnell die Wahrheit.

Ein Beispiel: Der Buchstabe „A“ steht für ein herkömmliches Elektrogerät. Der nächsthöhere Buchstabe „A+“ markiert ein Gerät, welches in etwa 20% weniger Ressourcen verbraucht als ein Elektrogerät der Klasse „A“. Bei A++ kann es schon bis zu 40% weniger Verbrauch ausmachen!


Bei Strom- und Wasserverbrauchern können jedoch zusätzlich auch die Durchschnittswerte KW/h (Strom) und m3 (Wasser) vom Siegel abgelesen werden. So können Sie sich den Jahresverbrauch des Gerätes schon vorab hochrechnen und in Ihrer Haushaltsplanung einkalkulieren.

Allgemeine Spartipps:

Wer clever mit den Ressourcen umgeht, kann so auch einiges an Geld sparen. Diese einfachen Tipps zeigen beispielhaft wie:

  • Verwenden Sie nur Kochtöpfe und Pfannen mit guter Wärmeleitfähigkeit. Nutzen Sie die höchste Heizstufe des Kochfeldes nur zum Anheizen und schalten dann rechtzeitig zurück. Danach ist es optimal, das Gericht bei mittlerer Stufe zu garen.
  • Energie spart auch, wer mit möglichst wenig Flüssigkeit kocht. Zum Dünsten benötigen Sie nicht mehr als ein Achtel Liter Wasser pro Kilo.
  • Heizen Sie den Backofen nur vor, wenn es unbedingt sein muss, zum Beispiel bei Brot oder Blätterteig. Stellen Sie alle anderen Gerichte in den kalten Ofen – das spart bis zu 20 Prozent Energie.
  • Wie auch bei einem Ofen, kann man beim Herd die Restwärme gut nutzen und das Gerät fünf bis zehn Minuten vor Ende der Garzeit abschalten.
  • Jedes Öffnen der Ofentür kostet ca. 20% der Wärme! Beobachten Sie daher Ihre Speisen durch die Scheibe.
  • Bei der Dunstabzugshaube gilt: Ein verschmutzter Fettfilter mindert die Leistung und verbraucht dadurch mehr Energie. Außerdem können sich in verschmutzten Filtern schneller Bakterien und Schimmel bilden. Reinigen Sie diese daher regelmäßig in der Spülmaschine.
  • Eine Geschirrspülmaschine ist nicht nur deutlich bequemer, die Effizienz ist unschlagbar: von Hand zu spülen verbraucht fast doppelt so viele Kilowattstunden!
  • Achten Sie darauf, beim Kühlschrank die Temperatur nicht tiefer als nötig zu stellen. Das verbraucht nicht nur Strom – jedes zusätzliche Grad führt auch zu einer CO2-Erhöhung von sechs Prozent. Für den Kühlschrank sind sieben Grad optimal, fürs Gefriergerät gelten minus 18 Grad.
  • Für einen Ein- bis Zwei-Personen-Haushalt reicht ein Kühlschrank mit 150 Litern Nutzinhalt aus. Ansonsten gilt: rund 60 Liter pro Person.
  • Das wichtigste bei der Gefriertruhe: Tauen Sie den im Laufe der Zeit entstandenen Eispanzer mindestens einmal im Jahr ab. Ein Gefrierfach oder -schrank ohne Eis verbraucht bis zu 30 Prozent weniger Energie.
  • Tauen Sie Lebensmittel vorausschauend auf. Das heißt: Legen Sie z. B. ein Stück Fleisch, das Sie am nächsten Tag zubereiten möchten am Abend zuvor in den Kühlschrank. Dadurch wird die "erkaufte" Kälte noch sinnvoll im Kühlschrank genutzt.